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Marli GmbH präsentiert neue Imagekampagne Drucken E-Mail
11.10.2006
MC Lübeck bei der Marli GmbH
MC Lübeck bei der Marli GmbH
Muss auch eine Behinderteneinrichtung Marketing betreiben? Die Marli GmbH, ein Unternehmen der Eingliederungshilfe, wirbt zurzeit mit ihren behinderten Mitarbeitern auf großflächigen Plakaten im Lübecker Stadtgebiet. Die Medialeistungen im Wert von 15 000 Euro der Firma Stöer sind ein Geschenk der Lübecker Nachrichten, die ihren im November 2005 beim ersten Lübecker Marketing Forum gewonnenen Marketing Award an die Marli GmbH gespendet haben. Die Lübecker Nachrichten hatten den Preis für ihre „LN Card“ erhalten. Um zu zeigen, wofür die Medialeistungen einsetzt werden, hatte die Marli GmbH den Marketing Club Lübeck zu einer Veranstaltung der Reihe „Marketing Club vor Ort“ in ihre Einrichtung eingeladen.

„Wir betreiben mit der Plakataktion Imagewerbung, wollen aber zugleich auch auf unsere Dienstleistungen aufmerksam machen“, sagt der Geschäftsführer der Marli GmbH, Axel Willenberg. Die GmbH bietet in ihrem Therapiezentrum Ergotherapie, Logopädie und Krankengymnastik für Jedermann an. „Das ist eine wichtige Einnahmequelle, die uns hilft, die Angebote für Behinderte zu finanzieren“, sagt er.

Die Einrichtung wurde 1965 als Werkstatt für Behinderte gegründet. Die Werkstätten sind auch heute noch der Kernbereich. Rund 620 Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Behinderungen arbeiten hier in der Metall- und Holzverarbeitung, im Garten- und Landschaftsbau, in Druckerei und Postversand, der Kerzenzieherei und der Töpferei sowie im Hofladen. Eine Besonderheit ist das Marli Café in der Lübecker Innenstadt, in dem Behinderte in Küche und Service Arbeitsmöglichkeiten nahe am allgemeinen Arbeitsmarkt finden.

„Unsere gesetzliche Aufgabe ist es, Menschen mit Behinderungen auf den Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Das ist jedoch in vielen Fällen illusorisch, zumal nur wenige Arbeitgeber bereit sind, zum Beispiel geistig behinderte Menschen einzustellen“, sagt Werkstattleiter Heinz Schlimgen. „Wir schaffen hier die Möglichkeit, dass Behinderte eine ihren individuellen Fähigkeiten entsprechende Arbeit leisten können.“ Das erfordert eine intensive Arbeitsvorbereitung durch die Gruppenleiter, die neben ihrer fachlichen auch eine sonderpädagogische Ausbildung haben.  Zu den Kunden der Werkstätten zählen bekannte Unternehmen wie Niederegger, Brüggen oder auch die Lübecker Hafen –Gesellschaft.

Neben den Werkstätten betreibt die Marli GmbH ein Beratungs- und Bildungszentrum, Wohneinrichtungen für Behinderte, ein Frühförder- und Therapiezentrum, in dem 250 Kinder mit Entwicklungsverzögerungen betreut werden und einen ambulanten Pflegedienst. Träger der Marli GmbH sind der Verein Lebenshilfe Lübeck und Umgebung und der Landesverband Lübeck des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.  „Wir sind mit 422 Mitarbeitern und 620 Beschäftigten mit Behinderungen einer der großen Arbeitgeber in Lübeck“, sagt Willenberg. „Ziel unserer Imagekampagne ist es unter anderem, auch als solcher wahrgenommen zu werden.“

sr


 

 
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