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Ausstellungen enden: „Fremdes Geld“ und „Masken der Welt“ Drucken E-Mail
09.06.2005

Die beiden Ausstellungen „Matten, Muscheln, Manillen, Schöne Werte - Fremdes Geld" und „Masken der Welt" in der Lübecker Völkerkundesammlung, Parade 10, Zeughaus am Dom, enden am Sonntag, 19. Juni 2005.

Interessierte Besucherinnen und Besucher haben am Sonntag, 19. Juni, zum letzten Mal die Gelegenheit, sich von Dr. Almuth Schulze-Ross durch die beiden Ausstellungen führen zu lassen. Die Führung beginnt um 11.30 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro, für Kinder 50 Cent.

Schwerpunkt der Ausstellung „Matten, Muscheln, Manillen, Schöne Werte - Fremdes Geld"  bilden die für uns ungewöhnlichen Zahlungsmittel der Herkunftsregionen Afrika, Südsee und China, kombiniert mit Aquarellen von Waltraut Draeger. Sie schuf die Werke nach Originalen aus den umfangreichen Beständen der Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck. Die meisten Geldformen haben sich aus Rohstoffen und Objekten entwickelt, die in der jeweiligen Gesellschaft als wertvoll erachtet wurden, wertbeständig und wenn möglich auch zähl- und messbar waren. Neben Naturalien wie beispielsweise Kakaobohnen, Tee, Salz und Tabak waren auch handwerkliche Erzeugnisse, wie Matten, Schmuck und Waffen als Geldform begehrt. Die Herstellung war oft mit Ritualen und Tabus belegt. Geldfälscher kommen in den vormünzlichen Kulturen selten vor.

Über 90 Masken aus allen fünf Kontinenten, die in den letzten 130 Jahren durch Geschenk, Tausch oder Kauf nach Lübeck kamen zeigt die Völkerkundesammlung in der Ausstellung „Masken der Welt". Damit wird ein Überblick über die Vielfalt der Masken der Welt gegeben. Besonders in außereuropäischen Kulturen spielen Masken bis heute eine große Rolle. Der Ursprung der Maske ist rituell-kultischer Natur. In einer Umwelt, die von Geistern und Dämonen belebt gedacht war, wollte der Mensch eben diese Wesen nachahmen, erschrecken oder besänftigen, womöglich auch täuschen, in jedem Fall versicherte er sich so der Teilnahme an der Welt, die aus mehr als den sichtbaren Dingen bestand.

Wegen Umbauarbeiten im Ausstellungsbereich bleibt die Völkerkundesammlung vom 20. Juni bis zum 21. Juli geschlossen. Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals mit dem Schwerpunktland Japan wird ab 23. Juli die Ausstellung „Japan - Traditionen zwischen Zeiten und Welten" präsentiert. Das Haus kann dann wieder zu den Öffnungszeiten, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, besucht werden. Der Eintritt kostet für Erwachsene drei Euro, für Kinder 50 Cent.

Text: Presseamt Lübeck

 
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