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Kunsthalle: „Photographien der vergänglichen Welt“ Drucken E-Mail
10.06.2005

Naoya Hatakeyama
Naoya Hatakeyama
Die Kunsthalle St. Annen, St.-Annen-Straße 15, zeigt in der Zeit von Sonntag, 12. Juni bis 21. August 2005 in der Ausstellung „Naoya Hatakeyama - Photographien der vergänglichen Welt" 35 großformatige Arbeiten des aus Japan stammenden, gleichnamigen Photokünstlers.

Diese Ausstellung findet im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Japan" statt. Der in Tokio lebende, mehrfach ausgezeichnete Photograph Naoya Hatakeyama (geboren 1958 in Iwate) zählt heute zu den weltweit bedeutendsten Photokünstlern.

Seine Arbeiten wurden bereits in vielen internationalen Museen und Galerien gezeigt oder befinden sich in deren Besitz. Zu seinen Motiven gehören Landschaften, Kanäle, brachliegende Industrieanlagen,  das Festhalten von Sprengungen in Steinbrüchen oder die alter Industriebetriebe durch Einzelbilder. Auch Veränderungsprozesse ganzer Stadtteile werden durch ihn sichtbar gemacht.

Dahinter wird die japanische Tradition der Ukiyo-e, der „Malerei der vergänglichen Welt" sichtbar, bei der im 18. und 19. Jahrhundert Bilder des alltäglichen Lebens wiedergegeben wurden. Ukiyo-e war die im damaligen Japan die vorherrschende Kunstform und beeinflußte ihrerseits unter anderem Künstler wie Van Gogh und Gauguin. Hatakeyama scheint mit seinen eindrucksvollen Aufnahmen eine zeitgenössische Form dieser traditionsreichen japanischen Thematik gefunden zu haben.

Bei allen Arbeiten steht dabei der Eindruck des Veränderlichen, sich Auflösenden oder Vergehenden im Vordergrund. Dieses Ganze verbindet sich zugleich mit einem sehr hohen, „japanisch" zu nennenden Anspruch an ästhetischer Wirkung. Eine Ausstellung seiner Arbeiten in diesem Umfang hat es bisher im norddeutschen Raum noch nicht gegeben. Daher lohnt sich ein Besuch unbedingt.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 12. Juni 2005, um 11.30 Uhr in der Kunsthalle St. Annen statt. Es sprechen Dr. Thorsten Rodiek und Professor Dr. Hubertus von Amelunxen, ehemals ISNM.

Ein Plakat zu der Ausstellung kostet 1,60 Euro, weitere Literatur zum Künstler sind im Bookshop der Kunsthalle St. Annen, während der Öffnungszeiten dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr, erhältlich. Weitere Informationen und Termine zu Führungen gibt es im Museum unter der Telefonnummer (0451) 122-41 37 oder per E-Mail: mkk@luebeck.de .

Mehr Infos unter www.museen.luebeck.de

 
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