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Hansestadt Hamburg – die Brücke ins Reich der Mitte Lübeck ist im 'Hamburger Tourismuspool für China' vertreten
Die Wirtschaftsregion des Yangtze-Deltas bietet einen rekordverdächtigen Containerumschlag und gehört zu den aufstrebenden Regionen in China. Vom 08. bis 15. September reist eine hochkarätig besetzte Wirtschaftsdelegation mit Vertretern von Hafen Hamburg Marketing e.V., HWF, Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH und Hamburg Tourismus GmbH (HHT) in die bedeutendsten Handelsmetropolen entlang des 6.300 Kilometerlangen chinesischen Flusses, um für den herausragenden Hafen- und Logistikstandort sowie die Reisedestination Hamburg zu werben.
Die Handelspartnerschaft zwischen Hamburg und China hat eine Jahrhunderte alte Tradition. Das Reich der Mitte profitiert seit über 200 Jahren von Hamburgs besonderer wirtschaftsgeografischer Lage und der logistischen Infrastruktur der zweitgrößten deutschen Stadt. Insbesondere der Hamburger Hafen gilt für die Volksrepublik als einer der wichtigsten Umschlagplätze in Europa – jeder vierte Container wird mittlerweile an den Containerterminals der Elbe umgeschlagen. Die aufstrebende Wirtschaftsregion entlang des Yangtze-Flusses bietet jetzt weitere Möglichkeiten, um die bestehenden Handelsbeziehungen zwischen Hamburg und China auszubauen.
Für Dr. Jürgen Sorgenfrei, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing, zählen die vielen Industrie- und Hafenstädte entlang des 6.300 Kilometer langen Flusses zu den boomenden Außenhandelszonen Chinas. „Die vom Chinesischen Ministerium für Kommunikation veröffentlichten Außenhandelszahlen zum Containerumschlag der größten Häfen am Yangtze-Fluss sind beeindruckend und bestätigen das enorme wirtschaftliche Potenzial dieser Region“, Sorgenfrei. Allein im vergangenen Jahr ist der Containerumschlag an den Yangtze-Häfen um 42% auf insgesamt 3,8 Millionen TEU (Standardcontainer) gewachsen. Tendenz weiterhin steigend. So geht die chinesische Regierung bereits davon aus, dass im Jahr 2010 über den Yangtze, der zurzeit nur zu 20% ausgelastet ist, eine Milliarde Tonnen an Gütern bewegt werden!
„Hamburg ist der führende Seehafen für den Chinahandel in Europa. Wir werben mit unseren Präsentationen und Gesprächen in der Yangtze-Region für den Hafen- und Logistikstandort Hamburg und intensivieren die Geschäftskontakte zwischen den beiden boomenden Regionen in Asien und der Hansestadt“, erläutert Sorgenfrei das Ziel der bevorstehenden Delegationsreise nach China.
Entlang der Ufer des Yangtze befinden sich die wichtigsten und größten Handelsmetropolen Chinas. Dort haben sich die Schlüsselfirmen aus den Branchen Transport und Logistik, Handel, produzierendes Gewerbe und Industrie niedergelassen. „Wir wollen die chinesischen Unternehmen ansprechen, die das Expansionspotenzial Europas erkannt haben und nun einen geeigneten Standort suchen“, erklärt Stefan Matz, Bereichsleiter Neuansiedlungen bei der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH. „Über eine Niederlassung in Hamburg können wir diesen Firmen Unterstützung für die Expansion ihres Geschäfts anbieten“, so Matz. „Unser Bestreben ist es, neue Ladung für die Hafenbetriebe zu generieren und gleichzeitig für den Investitionsstandort Deutschland zu werben, für den Hamburg die Logistik-Drehscheibe ist. Denn die Hansestadt ist das Tor nach Nord- und Osteuropa.“ Längst ist Hamburg die „Stadt der Chinesen“. Mit mehr als 400 chinesischen Firmen hat sich an der Elbe ein dichtes Netzwerk entwickelt. Auch politisch, wissenschaftlich und kulturell Hamburg China-Zentrum in Europa .
Im Fokus der Reise stehen jedoch nicht nur die deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen, auch die Reisedestination Hamburg soll dem chinesischen Markt näher gebracht werden. Das einmalige maritime Flair, die vielen Sehenswürdigkeiten und optimale Verkehrsverbindungen mit anderen europäischen Ländern lassen Hamburg in Zukunft zur Drehscheibe für den europäischen Chinatourismus werden. So konnte die Hansestadt im vergangenen Jahr bereits 12.000 Ankünfte und 28.000 Übernachtungen von chinesischen Gästen verzeichnen. Dietrich von Albedyll, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, ist davon überzeugt, das dies erst der Anfang ist. Aber die Hansestadt ist bestens auf die Besucher aus China vorbereitet: „Durch den eigens entwickelten ´Hamburger Tourismuspool für China´ haben wir die Möglichkeit, Hamburg als attraktive Reisedestination auf dem Zukunftsmarkt China umfassend zu positionieren.“ Das im November 2005 unter der Leitung der Hamburg Tourismus GmbH gestartete Projekt bietet der chinesischen Reiseindustrie jede Menge Serviceleistungen. Diese reichen vom Shopping-Guide und Stadtplan in chinesischer Sprache bis hin zu besonderen Routenplanungen. Der „Hamburger Tourismuspool für China“, der im Mai 2007 mit einem internationalen Tourismuspreis für beste Servicequalität ausgezeichnet wurde, ist ein voller Erfolg. Die erste Reisegruppe aus China, die die im Rahmen des Projekts initiierte Nordeuropa-Tour gebucht hatte, konnte bereits in der Hansestadt begrüßt werden. Auch die Vermarktung des Business Travel Produkts „Getting Fit for Europe“ in Zusammenarbeit mit einem chinesischen Partner hat begonnen. Des weiteren wird im Oktober eine Delegation chinesischer Reiseveranstalter Hamburg und die Poolpartnerstädte Lübeck, Schwerin, Celle und Lüneburg besuchen. Ob als Wirtschaftsstandort oder als Reisedestination: Hamburg bleibt auch in Zukunft die Brücke ins Reich der Mitte.
Organisatorisch wird die Delegationsreise vom Hamburg Liaison-Office in Shanghai unterstützt. So lädt das Liaison-Office unter Leitung von Lars Anke gemeinsam mit lokalen Wirtschaftsverbänden im Rahmen eines Kongresses zu Informations-Veranstaltungen ein. Im allgemeinen Seminarteil wird es um Europa gehen, um Deutschland und um Hamburg. Details werden in gesonderten Seminaren behandelt mit Themen wie Hafen und Logistik, Markterschließung und Unterstützung, Hamburger Wirtschaftsförderung und Tourismus. Zum Kongress werden in jeder Stadt, in der die Delegation einen Zwischenstopp einlegt, rund 80 Firmenvertreter aus den Branchen Transport und Logistik, Handelsunternehmen, produzierendes Gewerbe und Industrie erwartet.
Quelle: HHT/Red. |