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Vielfalt als Programm - Diversity bei Mitarbeiterstruktur bei HP Deutschland Drucken E-Mail
26.02.2008
Silke Berkmann
Silke Berkmann
Moderne Unternehmen haben eine „Unternehmensphilosophie“. Die benutzt mit Vorliebe englische Wörter. „Diversity“ ist ein solches Wort. Das bedeutet so viel wie Verschiedenartigkeit oder Mannigfaltigkeit und passt eigentlich gut in eine Unternehmensphilosopie. Denn dahinter verbirgt sich der Wunsch nach möglichst unterschiedlichen Mitarbeitern. Frauen und Männer, Alte und Junge, Christen, Muslime, Atheisten, Menschen aus dem eigenen und aus fernen Ländern bilden eine große, glückliche Mitarbeiterfamilie. Auch das IT-Unternehmen HP vertritt diesen Grundsatz. „Auch unsere Kunden sind sehr verschieden und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Die erreicht man am besten, wenn es im Unternehmen Mitarbeiter mit denselben Bedürfnissen gibt“, erläuterte  Silke Berkmann, Corporate Marketing Manager für Central and Eastern Europe bei HP in einem Vortrag vor Mitgliedern und Gästen des Marketing-Clubs Lübeck.


"Unsere Mitarbeiterschaft ist ein Spiegel der Bedürfnisse unserer Kunden“, sagt Berkmann. Ein ehrgeiziges Vorhaben, schließlich hat HP Kunden in 170 Ländern der Welt und 156 000 Mitarbeiter. 8200 davon arbeiten in Deutschland, in der Hauptniederlassung in Böblingen und zwölf weiteren Vertriebs- und Produktionsstandorten.  „Bei uns in Böblingen arbeiten Menschen aus 62 Nationen, da hört man buchstäblich alle Sprachen dieser Welt, sogar Hindi“, sagt sie. Dennoch liege der Fokus in Deutschland weniger auf der Internationalität, sondern darauf, mehr Frauen ins Unternehmen zu holen. Dazu gibt es ein ganzes Bündel von Maßnahmen, das von der gezielten Förderung von Studentinnen und Hochschulabsolventinnen über familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuungsmöglichkeiten bis hin zu gezielten Jobsharingmodellen im Management reicht. „Nicht zuletzt gehört dazu auch, dass wir typische Frauenberufe auch für junge Männer attraktiv machen. So haben wir zurzeit vier männliche Auszubildende zum „Kaufmann für Bürokommunikation“, berichtet Berkmann.

Verschiedenartigkeit der Mitarbeiter in Bezug auf ihre ethnisch Herkunft, ihre Religion oder ihre Hautfarbe dagegen ist bei HP Deutschland offenbar kein vorrangiges Thema. „Darüber führen wir keine Statistiken“, räumte Berkmann auf entsprechende Nachfragen ein. Auch ältere Mitarbeiter sucht man bei HP Deutschland offenbar vergebens. Die finanziellen Anreize für einen vorgezogenen Ruhestand seien in Deutschland wohl zu verlockend gewesen, sagte sie zur Begründung. Auch wenn immer mehr ältere Menschen PC und Internet nutzen, Mitarbeiter über 60 gibt es nach ihren Aussagen bei HP Deutschland praktisch nicht.

sr
Foto: Dommermuth
 
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