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„Was erwartet die Wirtschaft von den Schulabsolventen?“ |
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| 23.01.2009 |
 IHK Logo mittwochsBILDUNG am 28. Januar, 19.30 Uhr im Großen Saal, Gesellschaftshaus, Königstraße 5
Der erste mittwochsBILDUNGS-Termin im Jahr 2009 zielt erneut auf Schulabgänger, die einen mittleren Bildungsabschluss, die Fachhochschulreife oder eben auch die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife erreicht haben. Diesmal haben wir uns mit der Wirtschaft in Verbindung gesetzt, und zwar mit der Industrie- und Handelskammer in Lübeck und deren Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Bernd Rohwer, der uns seinen Leiter der Aus- und Weiterbildung der IHK, Dr. Ulrich Hoffmeister, empfohlen hat.
„Zuerst einmal erwartet die Wirtschaft pro Jahr rund 700.000 Schulabgänger aller Schularten als Auszubildende oder Studenten in den Unternehmen, die in der Lage und Willens sind, eine Ausbildung oder duales Studium erfolgreich zu absolvieren.
Eine aktuelle Umfrage der IHK-Organisation zeigt“, so Hoffmeister, „dass 15% der befragten Unternehmen ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen konnten, da bei fast der Hälfte keine geeigneten Bewerbungen vorlagen. Diese nicht besetzten Plätze führen zum Entstehen einer Fachkräftelücke in den Unternehmen, die durch die demographische Entwicklung noch verstärkt wird. Die Bevölkerung in Deutschland wird nicht nur älter, sondern auch weniger. In Schleswig-Holstein haben 2008 rund 1600 Jugendliche weniger als 2007 die Schule verlassen. Im Jahr 2020 werden es bis zu 20% weniger Schulabgänger sein. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, verstärkt die Wirtschaft ihr Engagement in der Allgemeinbildung mit dem Ziel, die Ausbildungsfähigkeit aller Jugendlichen zu erhöhen.
Wir können es uns nicht leisten, dass ca. 20% der Schulabgänger eines Jahrganges nicht ausbildungsreif sind. Auch der jüngste PISA-Ländervergleich zeigt, dass in Schleswig-Holstein - mit Platz 10 in Deutschland und nur knapp über dem OECD-Durchschnitt - dringender Handlungsbedarf besteht.
Der Weg in die Unternehmen ist nicht mit unüberwindlichen Hindernissen gespickt. Aber die Anforderungen an die jungen Leute wachsen stetig und müssen von ihnen erfüllt werden.“ Ulrich Hoffmeister wird diese Anforderungen ausführlich darstellen und erläutern. Er wird auch auf die sogenannten „Sekundärtugenden“ wie Höflichkeit und Fleiß eingehen und sie auf ihre Relevanz befragen. Ob die Jugendlichen heute „schlechter“ geworden sind, oder ob sie nicht viel mehr andere Dinge besser können als die vorherige Generation, danach wird zu fragen sein! Geklärt werden muss auch die Frage, welche Fähigkeiten denn heute besonders gebraucht werden!
Auch soll die Frage aufgeworfen werden, warum trotz steigender Ausbildungszahlen und einem steigenden Bedarf an Fachkräften nicht jeder Schüler bzw. jede Schülerin einen Ausbildungsplatz bekommen kann. Ist die Wirtschaft zu unflexibel oder warum klappt die Verteilung nicht?
Was können Eltern, Lehrer, Schüler und Unternehmen tun, um mehr jungen Menschen den Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen, danach wird in Ulrich Hoffmeisters Ausführungen abschließend gefragt werden.
Wie immer steht der Referent im Anschluss an seinen Vortrag zu einer Diskussion bereit. Quelle: DIE GEMEINNÜTZIGE
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