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DEHOGA Schleswig-Holstein Drucken E-Mail
25.01.2010
Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein
7 Prozent Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen

Seit Einführung des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes und der damit verbundenen Reduzierung der Mehrwertsteuer für das Deutsche Beherbergungswesen von 19 auf 7 Prozent überschlagen sich die Kommentare und Äußerungen von Presse und Öffentlichkeit. Jetzt erstmalig hat die Deutsche Hotellerie auf Grund einer Gleichbehandlung in der Mehrwertsteuerproblematik die Möglichkeit erhalten, in den Betrieb, in Mitarbeiter und ähnliches zu investieren. Langfristig resultieren daraus beste Qualität und Konkurrenzfähigkeit gegenüber benachbarten Bundesländern und dem Ausland.

„Das neue Gesetz ist gerade mal zwei Wochen in Kraft und die Branche wird behandelt, als wenn die Mehrwertsteuerreduzierung schon Jahre alt wäre, und keiner investiert hätte", kommentiert DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Stefan Scholtis die negativen Reaktionen.


Der DEHOGA Schleswig-Holstein hat seine Mitglieder aufgerufen, in Hotels, Gasthöfen und Pensionen die entsprechenden Maßnahmen zu veranlassen und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln kräftig in ihr Angebot zu investieren.
Nachhaltige Verbesserungen in der Ausstattung und Infrastruktur sowie im individuellen Leistungsspektrum gehören dazu ebenso wie Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter.

Was ist bisher geschehen? Der DEHOGA hat in einer beispiellosen und transparenten Lobbyarbeit für das Gastgewerbe eine Gleichbehandlung zum Europäischen Ausland angemahnt. Zu keiner Zeit wurden Subventionen oder staatliche Hilfen gefordert, sondern einzig eine Chancengleichheit in Deutschland und Europa hinsichtlich der Erhebung der Mehrwertsteuer. Nur dann wenn deutsche Hoteliers die gleichen Chancen und Voraussetzungen wie ihre europäischen Kollegen haben, liegt keine Wettbewerbsverzerrung vor.

In der teilweise sehr negativen Kommentierung der Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie sieht Scholtis eine Fehlinterpretation der Tatsachen: „Die Großbanken haben die Finanzwelt ins Chaos gestürzt, die Dax notierten Unternehmen streichen zur Gewinnmaximierung jährlich zigtausende von Arbeitsplätzen. Dem gegenüber steht eine Branche in Deutschland, die Arbeitsplätze geschaffen hat und über Gebühr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt. Aber gerade diese Branche wird, da sie eine Gleichbehandlung durch die Mehrwertsteuerreduzierung erfährt, mit Häme überschüttet." Selbst wenn die Deutsche Hotellerie die längst fällige Mehrwertsteuersenkung nicht kurzfristig für Preissenkungen zur Verfügung stellen könne, sondern langfristig für Investitionen in die Zukunft nutzen will, werde ihr dies angekreidet. „Wer sich einmal ernsthaft die Mühe gemacht hat, die Ausgabenspirale eines deutschen Hoteliers mit der Einnahmeseite zu vergleichen, wird und muss festgestellt haben, dass in den letzten Jahren die Ausgaben permanent gestiegen sind, die Einnahmen jedoch nicht in einem entsprechenden Äquivalent gestanden haben", so Scholtis.

Quelle: DEHOGA Schleswig-Holstein

 
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