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Walküre im Theater Lübeck Drucken E-Mail
05.03.2010
Walküre
Walküre
Letzte Aufführung des Bühnenfestspiels "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner am 7. März

Nach dem fulminanten Auftakt zu »Der Ring des Nibelungen« mit dem »Vorabend: Das Rheingold« im Herbst 2007 setzt das Theater Lübeck seine Neuinszenierung der Tetralogie von Richard Wagner mit dem »Ersten Tag: Die Walküre« fort. Erzählte der Vorabend noch von den Rheintöchtern, Göttern, Nibelungen und Riesen, so beginnt nun die Geschichte der Menschen: Es herrscht Krieg.
Auf der Flucht kommt Siegmund ins Haus des Hunding, wo er von dessen Frau Sieglinde gastlich aufgenommen wird. Was beide erst allmählich erahnen: Hunding gehört zu Siegmunds ärgsten Feinden, sie selbst sind Geschwister, die im Krieg getrennt wurden.

In seinem großen Plan hat der Göttervater Wotan die beiden dazu ausersehen, als geschwisterliches Liebespaar den menschlichen Helden zu zeugen, der den Göttern aus der Klemme helfen soll. Lange schon weiß auch Siegmund, dass ihm ein Wunderschwert namens Nothung aus höchster Not zu helfen bestimmt ist. Doch Wotan gerät mit seinem Plan in ein neues Dilemma: Als Hüterin der Ehe ist seine Frau Fricka strikt gegen die Verbindung der beiden Wälsungen Siegmund und Sieglinde. Sie fordert Siegmunds Tod.
Wotans Tochter aber, die Walküre Brünnhilde, ist bereit, Siegmund im Kampf gegen Hunding auch gegen einen väterlichen Befehl zu retten. Schicksalhaft verquickt sich die Tragödie der Wälsungen mit der des Wotan.

Musikalisch webt die Partitur der »Walküre« das im »Rheingold« angelegte Motivgeflecht im Sinne des »Beziehungszaubers « (Thomas Mann) weiter. Dazu glänzt sie in einzelnen Höhepunkten wie dem großen Duett zwischen Sieglinde und Siegmund, dem – als Begleitmusik für Kriegsnachrichten der NS-Wochenschauen missbrauchten und so zu zweifelhaftem Ruhm gelangten – Walküren-Ensemble oder Wotans anrührendem Schlussmonolog.
Libretto und Partitur der »Walküre« entstanden zwischen 1852 und 1854, also vergleichsweise früh in der 28jährigen Entstehungszeit des vierteiligen Bühnenfestspiels. 1870 erzwang Ludwig II. gegen den Willen Wagners bereits die Uraufführung im Münchener Hoftheater. 1876 dann konnte Wagner das Stück endlich als Teil der ersten Gesamtaufführung seiner Tetralogie im neu erbauten Bayreuther Festspielhaus sehen. Trotz zweijähriger intensiver Vorbereitungen war er damals mit der szenischen Realisierung seines Werks allerdings nicht zufrieden – der Anfang für die unendliche Rezeptionsgeschichte des »Ring« war gemacht.

Vorstellungsdauer der Produktion
1. Akt: 1 Stunde 5 Minuten
- 30 Minuten Pause -
2. Akt: 1 Stunde 20 Minuten
- 60 Minuten Pause -
3. Akt: 1 Stunde 5 Minuten

Quelle: Theater Lübeck
 
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