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Premiere: The Tempest am 12. März |
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| 09.03.2010 |
 Premiere: The Tempest Oper in drei Akten nach Shakespeares »Der Sturm« von Thomas Adès im Theater Lübeck
Macht über die Naturgewalten, über Wind und Gezeiten: Die Jahre auf einer verborgenen Insel haben Prospero zu einem mächtigen Magier gemacht. Vormals Herrscher von Mailand, ist er hier mit Tochter Miranda gestrandet, auf der Flucht vor seinem heimtückischen Bruder Antonio. Nun regiert er über das Eiland sowie über den Luftgeist Ariel und den missgestalteten Eingeborenen Caliban, der in unglücklicher Liebe zu Miranda entbrannt ist.
Als Alonso, König von Neapel, sein Sohn Ferdinand und Antonio mitsamt ihrem Gefolge im Schiff vorbeisegeln, ist die Gelegenheit zur Vergeltung gekommen: Prospero entfacht einen Sturm, der alle in seine Gewalt verschlägt. Während sich die Neuankömmlinge von selbst in Intrigen verstricken und Ariel gerne seinem Auftrag nachkommt, sie zusätzlich zu quälen, wacht Prospero über die aufkeimende Liebe zwischen Miranda und Ferdinand – und muss sich schließlich entscheiden, ob er den Weg der Rache oder er Vergebung gehen möchte.
Der Komponist Thomas Adès ist ein einzigartiges Phänomen in der aktuellen Kulturlandschaft: Seit der junge Brite auf den Plan getreten ist, scheint sich endlich der lang ersehnte Vermittler zwischen zeitgenössischer Musik und Publikumsgeschmack gefunden zu haben. Für seine 1. Symphonie, die er als Teenager geschrieben hatte, wurde der 1971 geborene Adès noch als komponierendes Wunderkind gefeiert. Seither hat jedes seiner mit Spannung erwarteten Werke für einhellige Begeisterung gesorgt. Nach der erfolgreichen Kammeroper »Powder Her Face« entstand mit »The Tempest« im Auftrag des Royal Opera House London Adès’ erste abendfüllende Oper. In Covent Garden im Jahr 2004 mit einer hochkarätigen Starbesetzung uraufgeführt, überschlugen sich die Kritiker und feierten die Oper als »sheerly heart-stoppingly beautiful«, verglichen ihren üppigen lyrischen Tonfall mit Richard Strauss oder gar Giacomo Puccini. Nicht zuletzt beeindruckt durch die inhärente Musikalität von Shakespeares letztem Theaterstück, schrieb Adès zwei Stunden mitreißenden Musiktheaters auf die poetische Neudichtung von Librettistin Meredith Oakes und fand in dem mächtigen Prospero und dem überirdischen Ariel Figuren, die das Theater zu Recht liebt und die auf der Opernbühne eine ungeahnte Magie entfalten.
Quelle: Theater Lübeck |