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Henri 4-Präsentation zur Heinrich Mann-Verfilmung Drucken E-Mail
10.03.2010
Henri 4
Henri 4
Pressevorbesichtigung mit Filmregisseur Jo Baier

Zwei große Romane, ein gewaltiges Filmepos: Anfang März ist deutschlandweit der Kinofilm „Henri 4“ angelaufen. Der Film basiert auf Heinrich Manns Romanen „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ (1935) und „Die Vollendung des Königs Henri Quatre“ (1938).
Das Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum im Buddenbrookhaus in Lübeck begleitet den Kinostart mit einer Präsentation, in der Kostüme und Requisiten des Films sowie Dokumente aus dem Umfeld der Entstehung der Romanvorlagen gezeigt werden.

Die Präsentation wurde am heutigen Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Anwesend war auch der Regisseur des Kinofilms, Jo Baier.

„Die Henri Quatre-Romane zählen zu Heinrich Manns wichtigsten Werken“, erklärte der Leiter des Buddenbrookhauses, Holger Pils, gegenüber den Journalisten. Und fügte hinzu: „Heinrich Mann hat viel von sich, seinem Idealismus hineingelegt. Und er hat angesichts der Nazi-Barbarei einen existentiellen Appell an seine Zeitgenossen gerichtet.“ Dass die Mann-Romane verfilmt wurden, ist für Holger Pils absolut nachvollziehbar, denn Heinrich Manns ´Henri Quatre` eigne sich durch eine große sprachliche Intensität, zugleich durch szenische und dramatische Darstellung sehr gut für eine Verfilmung.

Holger Pils erklärte, dass die Präsentation im Buddenbrookhaus dieser Darstellungsweise folgt, denn „auch in unserer Präsentation gibt es eine sehr sinnliche Inszenierung – durch die Kostüme, Requisiten und Bauten aus dem Film. Dazu wollen wir über den Roman, seinen Entstehungskontext und die Wirkung informieren.“

Der Film (in den Hauptrollen u.a. Julien Boisselier, Armelle Deutsch, Joachim Krol, Chloe Stefani, Hannelore Hoger und Ulich Noethen) beschreibt das Leben und Wirken des jungen Königs von Navarra, der im Frankreich des 16. Jahrhunderts dem sinnlosen Töten in den Glaubenskriegen zwischen Hugenotten und Katholiken ein Ende machen will. Fortan verbindet er sein Streben nach dem Königsthron mit dem Kampf für den Religionsfrieden. Henri überlebt das Gemetzel der Bartholomäusnacht, er wechselt mehrfach seinen Glauben, er kämpft und taktiert.
„Ich wollte in historischem Gewand einen ganz und gar modernen Film erzählen, etwas, was ich selbst so noch nicht gesehen habe“, erklärte Regisseur Jo Baier im Rahmen der Pressekonferenz. „Es sollte ein historischer Film sein, der so gedreht ist wie ein Film von heute: bewegt, schnell, aggressiv in Schnitt, Bild und Ton“, fügte er hinzu.

Kuratiert wurde die Präsentation von Kerstin Klein. Sie erklärte die Konzeption der Ausstellung: „Den Filmrequisiten stellen wir Zitate und Textauszüge aus den Romanen Heinrich Manns zur Seite, so dass der Besucher nicht nur in die visuelle Welt des Films versetzt wird, sondern auch die sprachliche Welt Heinrich Manns erfährt.“
Ein besonderes Highlight seien die handschriftlichen Notizen des Regisseurs Jo Baier zum Drehbuch. Darin festgehalten sind geplante Kameraeinstellungen, Erläuterungen zu Aufbau und Ablauf der Schlachtenszenen.“

Die Präsentation im Buddenbrookhaus (Mengstr. 4) ist vom 11. März  bis 18. April zu sehen. Öffnungszeiten:
Täglich 11 bis 17 Uhr.
Ab 1. April täglich 10 bis 18 Uhr.

Eintritt: 5 Euro, Schüler und Studenten 2,50 Euro.
Wer eine Henri-4-Kinokarte vorzeigt, erhält einen Euro Ermäßigung auf den Eintrittspreis.

Der Shop des Hauses hält beide Romane bereit, des Weiteren bietet er zwei „Filmtüten“ an: Die erste beinhaltet die beiden Romane, ein Filmplakat, eine DVD mit Trailer und ein Begleitheft. (25 Euro) Die zweite besteht aus einem Filmplakat, einer DVD mit Trailer und einem Begleitheft. (5 Euro)

Ein Hinweis: Zeitgleich zur Präsentation Henri 4 zeigt das Buddenbrookhaus eine weitere Sonderausstellung: Thomas Manns ‚Mario und der Zauberer’ und die Schatten des Faschismus. (19. März - 20. Juni 2010). Der Eintritt zu dieser Ausstellung, wie auch zu unseren zwei Dauerausstellungen zur Familie Mann und zu den Buddenbrooks, ist inbegriffen.

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Vitrinen
Vitrinen

Quelle: Kulturstiftung Hansestadt Lübeck - Buddenbrookhaus
Bilder: LTM
 
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