 Travemünder Woche Die boot Düsseldorf präsentiert "WetterWelt" der Travemünder Woche
Womit beginnt ein erfolgreicher Wettfahrttag? Mit einem Blick auf die Windvorhersage natürlich! Die 121. Travemünder Woche (23. Juli bis 1. August) bietet eine professionelle Wetterberatung für alle Aktiven auf dem Wasser, aber auch der Standbetreiber des Festivals und nicht zuletzt der Besucher an Land. Bereits im fünften Jahr wird der weltweit renommierte Diplom-Meteorologe Dr. Meeno Schrader von der Kieler Firma „WetterWelt" jeden Morgen das Geschehen auf und an der Lübecker Bucht skizzieren. Präsentiert wird der aktuelle Wetterservice erstmals von TW-Hauptpartner boot Düsseldorf. Er ist schon eine Art Koryphäe in der Szene, berät nicht nur Tourensegler bei der Törnplanung, sondern führt Weltumsegler auf ihren Rekordfahrten um den Globus und unterstützt Olympiasegler auf der Medaillenjagd. Für ambitionierte Segler ist die Beratung durch Schrader und sein „WetterWelt"-Team schon fast ein Muss. Zuletzt versetzte er den Starboot-Segler Johannes Polgar in Staunen, als er ihm aus dem hohen Norden die Winddreher bei der Weltmeisterschaft vor Rio de Janeiro in Brasilien perfekt vorhersagte.
Von Kiel aus erfolgt der Wetter-Support für die Travemünder Woche durch Schrader oder seinen Kollegen Rüdiger Brandt in einem engen schriftlichen und telefonischen Kontakt mit der Regattaleitung. Sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch werden die Segler in einer vierseitigen Ausarbeitung am Morgen über die Entwicklung von Wind und Wetter im Laufe des Regattatages auf den neuesten Stand gebracht. „Die Vorhersage enthält zudem eine regionale Wetterkarte in dreistündiger Auflösung sowie eine Bahnvorhersage, über die wir die Windbedingungen am Vormittag, Mittag und Nachmittag prognostizieren. Dabei geben wir Auskunft über den Windverlauf und die Böen-Entwicklungen, Wetterwarnungen sowie Luft- und Wassertemperaturen. Und wir geben auch schon eine Vorschau auf den folgenden Tag", erklärt Meeno Schrader.
Die Vorhersage ist dabei nach den einzelnen Regattabahnen differenziert, denn in der Lübecker Bucht kann es durchaus unterschiedliche Wind- und Wetterszenarien geben. „Von der Seebahn über die Gebiete vor der mecklenburgischen Küste bis hin zu den Beach- und Surf-Bahnen direkt vor Travemünde können die Bedingungen stark variieren, vor allem wenn sich wie in den vergangenen Jahren häufig grenzwertige Thermiklagen entwickeln", so Schrader, der mit seinem Team seinen ganzen Werkzeugsatz an Rechenmodellen sowie spezielle Lokalmodelle zur Erstellung der Wettervorhersage einsetzt.
Meistens müssen sich die Wetterexperten Ende Juli in der Lübecker Bucht mit drei Grundmustern auseinandersetzen: „Zur Travemünder Woche haben wir entweder eine windarme Hochdrucklage, in der sich thermische Bedingungen entwickeln, oder eine gewitterträchtige Lage, die natürlich besonders heikel und herausfordernd ist. Es kann sich aber auch das typische West-/Südwest-Wind-Szenario entwickeln." Besonders wenn sich Gewitterzellen aus Südwest nähern, wird das „WetterWelt"-Team gefordert. Schrader: „Dann gilt es zu erkennen, ob die Wolken in sich zusammenfallen, vorbeiziehen, oder ob die Bahn geräumt werden muss – und das natürlich rechtzeitig, eineinhalb Stunden, bevor das Gewitter da ist."
Dafür gewährleistet das Kieler Unternehmen mit mindestens einem Mitarbeiter ein ständiges Wetter-Monitoring und hält im Bedarfsfall den engen Kontakt zu Regattaleiter Walter Mielke. „Schließlich haben wir mit der Aufgabe für solch ein Großereignis auch eine große Verantwortung übernommen", so Schrader.
Die aktuellen Vorhersagen gibt es auch im Internet unter www.travemuender-woche.de. Quelle: Travemünder Woche |