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Tourismusbilanz 2009: Küste trotzt Krise |
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| 19.05.2010 |
 Sparkasse Tourismusbarometer Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein zieht Jahresbilanz und gibt Ausblick auf die Branchenthemen 2010Wie sich der Trend zum Deutschlandurlaub auf die Gästeankünfte und Übernachtungen im Urlaubsland Schleswig-Holstein auswirkt, zeigt die aktuelle Konjunkturanalyse, die heute in Kiel vorgestellt wird. Im Fokus stehen dabei auch die neuen Branchenthemen „Natururlaub" und „Seebrücken". Im Jahr 2009 hat Schleswig-Holstein ein Gesamtaufkommen von 24,3 Millionen Übernachtungen und 5,8 Millionen Ankünften erreicht. Einen großen Anteil daran hatten die Campingübernachtungen mit einem Plus von 10,8%.
Laut Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein haben darüber hinaus Übernachtungen in Hotels sowie in Vorsorge- und Rehakliniken an Bedeutung gewonnen. Verglichen mit dem Vorjahr hat das nördlichste Bundesland +2,7% mehr Gäste und +1,9% mehr Übernachtungen zählen dürfen. Diese Ergebnisse liegen über dem Bundesdurchschnitt (Ankünfte +0,5%, Übernachtungen +0,3%). Vor allem die Küsten profitieren von der generellen Inlandsorientierung der deutschen Urlauber. Die Regionen Nordsee und Ostsee vereinen 80% der Übernachtungen auf sich. Bei den ausländischen Gästen allerdings hat Schleswig-Holstein dem bundesweiten Trend folgend Verluste bei den Ankünften von -5,7% und bei den Übernachtungen von -5,1% zu verbuchen. Auch die „Wetterstationen" in Schleswig-Holstein mussten 2009 Rückgänge von insgesamt -3,3% verkraften, nur in den Monaten April und Juni konnten mehr Besucher als im Vorjahresmonat gezählt werden. Die Erwartungen für 2010 fallen bei den befragten Touristikern sehr zurückhaltend aus. Die Mehrheit prognostiziert gleich bleibende Auslastungs-, Ankunfts- und Übernachtungszahlen. Übereinstimmend festgestellt werden kurzfristigere Buchungen, verkürzte Aufenthaltsdauer und sparsameres Ausgabeverhalten der Gäste. Branchenthema: Natur und Umwelt im Urlaub Welche Bedeutung hat Natur im Urlaub, welche Produkte bietet Schleswig-Holstein an und wie wichtig ist den Gästen das Thema Nachhaltigkeit? Anlass für die aktuelle Studie des Tourismusbarometers war die Auszeichnung des Wattenmeers zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Untersuchung bestärkte die Erwar-tung, dass der Welterbestatus des Wattenmeers für den Tourismus mit positiven Effekten verbunden sein wird. Natururlaub ist laut landesweiter Gästebefragung Schleswig-Holstein (GBSH) nach dem Erholungsurlaub die zweitbeliebteste Reiseart und hat damit eine große Bedeutung für das Land. Die Gäste erwarten im Urlaub eine intakte Natur und hegen große Sympathie für Nachhaltigkeitsaspekte. Bei der Reiseplanung sind Umweltaspekte jedoch kein entscheidendes Kriterium. Natururlauber sind überdurchschnittlich in der Gruppe der Best Ager vertreten, sie sind preisbewusst, haben einen hohen Bildungsabschluss und ein hohes Einkommen. Erfolg versprechend sind Angebote mit Kombinationen aus Übernachtung, Naturaktivitäten wie Rad fahren und Wandern und Erholungsmöglichkeiten. Für die zukünftigen Aktivitäten im Bereich naturorientierter Tourismus und Nachhaltigkeit ergeben sich in Schleswig-Holstein folgende fünf Ziele: 1. Attraktivere Darstellung der vorhandenen Vielfalt 2. Schärfung der Zielgruppenausrichtung 3. Qualifizierung der Anbieter für eine höhere Attraktivität der Produkte 4. Schutz der Marke „Weltnaturerbe Wattenmeer" 5. Nachhaltigkeitsstrategie im Tourismus in ganz Schleswig-Holstein umsetzen Branchenthema: Seebrücken in Schleswig-Holstein
Seebrücken eignen sich hervorragend zur Profilierung Schleswig-Holsteins als maritimes Urlaubs- und Erlebnisland. Hier können die Gäste flanieren, maritime Veranstaltungen genießen und Schiffsausflüge unternehmen. Die aktuelle Studie des Tourismusbarometers untersucht die unterschiedlichen Seebrücken-Typen in Schleswig-Holstein und gibt Empfehlungen für zukünftige Gestaltungen. Je nach Ausstattungsgrad wird unterschieden in Typ 1 „Pur", Typ 2 „Möbliert", Typ 3 „Spaß und Aktiv" und Typ 4 „Alle Wetter". In Zukunft sollten nur noch die höherwertigen Konzepte Typ 3 und Typ 4 realisiert werden, das sind Seebrücken, die selbst zur Attraktion werden, ob als Wasserpromenade, Sonnendeck etc., die am Vorplatz Gastronomie und Freizeiteinrichtungen für die Gäste vorhalten und die somit eine Saison verlängernde Wirkung haben. Erfolgreiches Beispiel im Lande ist die Seebrücke in Kellen-husen. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des schleswig-holsteinischen Sparkassen-Tourismusbarometers unter www.sparkassen-tourismusbarometer-sh.de. Das Tourismusbarometer für Schleswig-Holstein existiert seit 2002. Träger sind der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein und der Tourismusverband Schleswig-Holstein. Experten beobachten die Tourismusentwicklung in den Ländern und Regionen kontinuierlich und lösungsorientiert, die Ergebnisse ermöglichen Vergleiche und erleichtern Entscheidungen bei Investitionen und im Marketing.
Quelle: SH-Nachrichtenagentur |