„Die Museumsnacht zeigt allen Lübeckerinnen und Lübeckern die Vielfalt, mit der die Museen und Galerien zum kulturellen Leben in der Hansestadt beitragen. Wer die Museumsnacht besucht, kann für sich persönlich NeuLand erschließen“, hob Kultursenatorin Annette Borns hervor.
Das Motto NeuLand beziehe sich auch auf die Internationalität der Ausstellungen, an der deulich mehr Galerien als bisher teilnehmen, wie Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Geschäftsführender Direktor der Lübecker Museen, erklärte. „Wir greifen das UNESCO Thema ganz bewusst auf. Die Museen wollen einen Dialog der Kulturen in Gang setzen, der auf der Vielfalt ihrer Sammlungen und Kontakte basiert.“
Die Museen haben in diesem Jahr erstmals Länderschwerpunkte gesetzt: So bietet das Buddenbrookhaus etwa ein USA-Programm an - Bezug nehmend auf Thomas Manns Exiljahre in den USA. Das Günter Grass-Haus greift die polnische Herkunft seines Namensgebers auf. Das Museum Behnhaus Drägerhaus nimmt Italien in den Fokus: Das Land war im 19. Jahrhundert Anziehungspunkt für viele deutsche Künstler, deren Werke im Haus zu sehen sind. Die Kunsthalle St. Annen und das Museum St. Annen widmen sich thematisch den Niederlanden, während das Museum für Natur und Umwelt seine Besucher auf eine Reise in die „Unterwelt“ mitnimmt. Das Burgkloster hat den Länderschwerpunkt Israel ausgewählt und das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk blickt nach Chile.
Bis spät in die Nacht können die Besucher hochkarätige Ausstellungen, Musikgruppen verschiedenster Nationalitäten, Lesungen, Performances und Führungen in unterschiedlichen Sprachen genießen.
„Museumsnacht: Das heißt für viele Tausend Menschen in dieser Stadt einen kulinarischen Abend zu verbringen, Kunst zu sehen, Neues zu erleben, mit allen Sinnen und guten Freunden an zahlreichen Orten“, fasste Frank-Thomas Gaulin, Stiftungsratsvorsitzender der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck, das Ereignis zusammen. So werden neben dem Kunstgenuss in jedem Museum auch kulinarische Kostbarkeiten angeboten, die ebenfalls einen Einblick in fremde Kulturen und religiöse Rituale bieten. So soll die Museumsnacht eine "Brücke schlagen zwischen den Menschen und den Museen", sagte Helene Hoffmann von der Organisation.
Die vergangenen Museumsnächte haben gezeigt: Die Zahl der jungen Besucher nimmt kontinuierlich zu. Darauf haben sich die Museen eingestellt und ihr Angebot für Kinder und Jugendliche noch einmal ausgeweitet. Erstmals werden die Jugendlichen selbst zu Akteuren. Im Rahmen des Projekts „Jugend ins Museum“, das von der Michael-Haukohl-Stiftung unterstützt wird, bieten Lübecker Schüler Führungen durch verschiedene Museen. Für musikalische Unterhaltung am Infopoint auf dem Schrangen sorgt die Schülerband des Katharineums, „Funky Frogs“.
„Wir sind zuversichtlich, dass wir auch in diesem Jahr an die hervorragenden Besucherzahlen der vergangenen Museumsnächte anknüpfen können“, fasst Verwaltungsleiterin Gabriela Schröder die Erwartungen an die 10. Lübecker Museumsnacht zusammen und betont: „Ich bin immer wieder von dem großen Engagement beeindruckt, das alle beteiligten Mitarbeiter zeigen, um unseren Besuchern einen unvergesslichen Abend zu ermöglichen“.
Den Abschluss der Veranstaltung bildet ab 23 Uhr ein Fest im idyllischen Garten des Museum Behnhaus Drägerhaus in Zusammenarbeit mit der Overbeck-Gesellschaft. Begleitet von so genannter „Weltmusik“, einem Zusammenschnitt der verschiedenen Musikdarbietungen des gesamten Abends, lässt man hier den Abend ausklingen.
Am Abend der Veranstaltung sind die Museumsnacht-Tickets ab 18 Uhr in allen Lübecker Museen erhältlich. Der Kartenvorverkauf beginnt ab dem 22. August im Museum Behnhaus Drägerhaus und am 28. August ab 13 Uhr am Infopoint auf dem Schrangen. Der Eintritt kostet für Erwachsene zehn Euro und für Kinder fünf Euro.
Bitte beachten Sie die Sonderöffnungszeiten:
Am Veranstaltungstag sind das Buddenbrookhaus, das Günter Grass-Haus und das Museum für Natur und Umwelt durchgehend von 10 – 24 Uhr geöffnet, die übrigen Museen in der Zeit von 14 bis 17 Uhr und von 18 – 24 Uhr.
Das vollständige Programm der Museumsnacht finden Sie im beiliegenden Flyer und im Internet unter
www.die-luebecker-museen.de.
Quelle: Kulturstiftung Hansestadt Lübeck/Redaktion