|
Lübeck: Hansestadt mit Erfolgspotenzialen |
|
|
| 09.09.2005 |
|
Der Erfolg der Lübecker Hanse lässt sich bis in die Gegenwart kennzeichnen durch die Erfolgsformel: Business-Exzellenz für das Gemeinwesen. Unternehmergeist mit Weitblick, Ideenreichtum für neue Technologien und Geschäftsprozesse, Kooperationsfähigkeit der Standortgemeinschaft paaren sich mit Wirtschaftsethos und sozialer Verantwortlichkeit. Zusammen mit der starken Kulturidentität entsteht dann jener Spirit, den die „Königin der Hanse“ bis heute ausmacht.
Björn Engholm verdeutlichte diesen Spirit Lübecks am Wagemut der Hanseschiffer, mit ihren nur circa 20 Tonnen verdrängenden Kraweels bis hoch in die Ostsee zu reisen und tragfähige Handelsbeziehungen aufzubauen. Die erfolgreiche Kaufmannschaft wurde in kulturelle Innovationen, hervorragenderweise in Architektur, Kirchenmusik und Verlagswesen, zum Wohle der Lübecker Bürger fortgeführt.
Nicht umsonst ist das Weltkulturgut Lübeck die Stadt von drei Nobelpreisträgern und hat die höchste Stiftungs-Dichte in Deutschland.
Dass Lübeck den Seehandel im Ostseeraum nach wie vor dominiert zeigt sich im Hafen: Der Skandinavienkai in Travemünde und die verschiedenen Stadthäfen stehen für Logistik-Exzellenz sowie telematikgestützten, intermodalen Verkehr auf höchstem Niveau. Hans-Gerd Gieleßen, Vorstand des Güterverkehrszentrum Lübeck, hob die zentrale Hub-Funktion Lübecks an der Schnittstelle zu Skandinavien und Nord-Ost-Europa hervor, einem Wachstumsmarkt mit rund 300 Millionen Einwohnern hervor.
Die technologische Entwicklung des Drägerwerks ging vom Bierzapf-Ventil bis zum weltweiten Hightech-Anbieter in der Medizin- und Sicherheitstechnik. Stadt- und Firmenentwicklung verliefen dabei weitgehend konkludent. Zuletzt hat das Drägerwerk im Ergebnis eines internationalen Vergleichs den Standort Lübeck nicht nur bestätigt, sondern wird ihn durch ein 50 Mio Invest in eine „atmende Fabrik“ noch stärken. Dr.Christian Dräger spricht in diesem Zusammenhang vom „Technologiestandort für die nächsten 100 Jahre“.
Wissenschaftspartner auch für die weiteren Medizintechnikunternehmen im Norden sind die Lübecker Hochschulen sowie der Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH). Kooperative Forschung- und Entwicklung fokussiert vor allem auf medizinische Bildgebung, Simulations- und Navigationstechnologien sowie hybriden bio-medizin-technologische Verfahren. Intelligente, anwendungsgerechte Instrumente und chirurgische Assistenzsysteme werden gezielt für den Operationssaal der Zukunft konzipiert und umgesetzt, so Professor Hans-Peter Bruch, Direktor der Chirurgie am UKSH.
„Innovation durch Kooperation“, nach diesem Motto präsentiert sich Lübeck, die alte und neue „Königin der Hanse“, als integrierter Technologie- und Logistikstandort mit Kultur. Erfolgspotenziale in der Wachstumsregion Ostsee inklusive.
Text: Lübeck - Zukunft Hanse, Dr.Raimund Mildner
|